S K Y - R O C K S Steine des Himmels _________________ Thomas Teubner Member of the Int. Society for Meteoritics and Planetary Scienes Member of the Int. Meteorite Collectors Association
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Near-Earth-Objects

 

Die Erde ist einem ständigen Bombardement ausgesetzt. Obwohl die meisten der in die Erdatmosphäre eintretenden Himmelskörper als Meteore schon in den oberen Atmosphäreschichten der Erde verglühen, rieselt dennoch ständig "Weltraumstaub" auf die Erde. Die Wissenschaftler der Universität von Washington errechneten, dass die Erde durch Materieteilchen von weniger als einem Millimeter Größe pro Jahr um rund 40.000 Tonnen an Masse zunimmt.

 

Von Meteoriten mit Massen von mehr als hundert Gramm wird die Erde jedes Jahr immerhin noch etwa 19.000 mal getroffen. Beobachtungen des kanadischen "Camera Network" gehen sogar von 26.000 Meteoriteneinschlägen dieser Größenordnung aus.

 

Die schützende Lufthülle der Atmosphäre lässt zwar die Mehrzahl der Steinmeteoroiden mit Durchmessern unter zehn Metern bereits in den oberen Luftschichten zerplatzen, ihre Fragmente erreichen aber häufig den Erdboden und können beträchtlichen Schaden anrichten. Ein zehn Meter großer Meteorit hat schon die kinetische Energie von etwa fünf Hiroshimabomben. 1947 zerplatzte ein Eisenmeteorit dieser Größe über den Sikhote-Alin Bergen im Osten Sibiriens und verursachte einen Schauer von 136 Tonnen von Fragmenten, die sich über zwei Quadratkilometer verteilten und rund zweihundert Krater hinterließen. Ein Einschlag dieser Größe geschieht nach Schätzungen von Experten rund einmal alle zehn Jahre.

 

Mit Treffern durch Meteoriten der Größe 50 bis 300 Meter wie beim Tunguska- Ereignis müssen wir nach der Einschätzung von Chapman und Morrison alle paar hundert Jahre rechnen. Besiedelte Gebiete oder Städte sollen dabei allerdings nur einmal in 3.000 bzw. 10.000 Jahren getroffen werden.

 

Einschläge von Brocken von 500 bis 5.000 Metern Durchmesser sind bereits erheblich seltener, ihre Häufigkeit wird zwischen 70. 000 und sechs Millionen Jahre geschätzt. Hochrechnungen aus der Anzahl der irdischen Krater und der Häufigkeit von erdnahen Asteroiden und Kometen zeigen, dass auf dem Festland etwa alle zwei bis drei Millionen Jahre ein Krater von 20 Kilometern Größe entsteht. Der jüngste bisher entdeckte Krater dieser Größenordnung ist der rund eine Million Jahre alte Zhamanshin-Krater in Kasachstan.

 

Nicht erst seit "Deep Impact" oder "Armageddon" fragen sich viele, wie wahrscheinlich eine globale Katastrophe durch Meteoriten denn eigentlich ist. Der Chicxulub-Krater in Mittelamerika zeigt, dass die Erde gegen Treffer dieser Dimension nicht gefeit ist. Vor 65 Millionen Jahren führte dort der Einschlag eines vermutlich über zehn Kilometer großen Meteoriten zur Umwälzung der gesamten Biosphäre unseres Planeten und wahrscheinlich auch zum Untergang der Dinosaurier.

 

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